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  • Esther Jörgensen

Armadillo & Joe - All about my Vanlife

Aktualisiert: 8. Juli 2020

Wie kam Armadillo auf seinen Namen? Wie kam ich zum Vanlife und was haben wir noch vor.

Wer sind Miguel und Pistacchio? Und wer bin ich und außerdem wie viele. Hier kommt die Auflösung und noch vieles mehr.


Armadillo

Armadillo ist ein olivgrüner VW T4 Bus, der seinen Namen aus einem meiner Liebelingsfilme bekommen hat. Na, wer weiß es? 1998, Bruce Willis rettet mal wieder die Welt und Aerosmith lässt Herzen schmelzen - ARMAGEDDON. Seit ich den Film das erste Mal gesehen habe, fange ich jedes einzelne Mal an den gleichen 239 Stellen an bitterlich zu weinen, und an den anderen 167 herzlich an zu lachen. Ich liebe diesen Film. Aber das nur nebenbei. Wieso wurde Armadillo nach den Bohrfahrzeugen auf dem Asteroiden benannt?

Alles begann damit, dass eine Freundin und ich die Baltic Sea Circle Rallye fahren wollten. Ein Punkt im Reglement besagt, dass du die Rallye mit einem mindestens 20 Jahre alten Auto fahren musst. Wir mussten uns also eines kaufen. Unsere Entscheidung traf auf einen Jeep Cherokee '89, mattschwarz und höher gelegt. Derbe geiles Teil. Aber auch derbe kaputt. Nur sechs Wochen vor der Rallye brach alles zusammen. Mit diesem Jeep würden wir niemals 8000 km um die Ostsee schaffen. Wir verkauften ihn und mussten uns schnellstens um eine Alternative kümmern. Und dann kam Armadillo. Er strahlte uns in seinem wunderschönen olivgrünen Mantel und hölzernen Innenleben auf einer Automobile-Seite an und ich verliebte mich prompt. Nach allen Rückschlägen und finanziellen Desaster schien Armadillo unsere kleine Rallye-Welt zu retten - deswegen ist er mein persönlicher Armadillo.

Ich bin dann diese Rallye gefahren. Habe die Vanlifeluft geschnuppert. Und will sie nie wieder ausatmen. Armadillo hat mich noch viel Kraft, im finanziellen und seelischen Sinne, gekostet. Aber es steckt so viel Herz und Liebe in ihm, dem Ausbau und in den Erinnerungen, dass ich mich so schnell nicht mehr trennen möchte. Und wir haben noch einiges miteinander vor.

Das Nomadenleben und ich

Ich bin Art Direktorin und habe die letzten Jahre in den Agenturen Hamburgs verbracht. Dieser Alltagstrott ging mir gehörig auf den Senkel. Die gesellschaftliche Vorstellung von dem was du sein musst, wie du arbeiten musst, wie du dich verpflichten musst... passte nicht mehr zu meiner inneren Einstellung.


Ich liebe meinen Job wirklich! Design, Fotografie, Konzeption, Welten erschaffen, Marken formen, zum Leben erwecken. Das kann ich und möchte ich machen. Aber eben nicht mehr zu den gesellschaftlichen Bedingungen, nach denen ich jahrelang gelebt habe. Ich machs von unterwegs. Zwischen Bergen und Meer. Am See im Van oder im Café in der nächsten Stadt.


Ich füttere meine Seele mit Natur, Abenteuer und Reisen und lasse die gewonnenen Kräfte, Ideen und Inspirationen in meine grafischen Arbeiten fließen. Ich lebe als freischaffende digitale Nomadin.

Ein Traum wird wahr!


Was mir außerdem sehr wichtig in meinem Beruf ist - ich möchte für Kunden arbeiten, die nachhaltig und bewusst mit unserer Erde umgehen. Wenn die Erde nicht mehr atmet, atmen wir auch nicht mehr. Ich möchte jetzt keinen politisch korrekten Appell an euch richten. Ihr wisst, was ich meine. Und ich finde es wichtig, für mich, dass ich meinen Part für eine bessere Welt erfülle.

Summa Summarum

Ich wollte nicht mehr sagen: "Ich würde so gerne... Das wäre so toll..." Und so weiter. Ich mache es jetzt. Vielleicht gehts schief, vielleicht gehts gut. Du weißt nie, was um die Ecke auf dich wartet. Du musst den Weg gehen und es erleben.


Wer ist noch mit dabei?

Irgendwie hat es sich so ergeben, dass einige Dinge in Armadillo ein eigenes Leben, beziehungsweise einen eigenen Namen bekommen haben. Inzwischen sind wir eine richtig kleine Familie. Miguel, Pistacchio, Armadillo, Sventlane und Joe.

Miguel ist meine Monstera Pflanze, die immer als erstes auf den Camping Ground platziert wird. Sie ist nach ihrem Lieblingsgetränk San Miguel benannt und stand sogar schon am Nordkap. Pistacchio ist mein kleiner nickender Freund aus der Frontscheibe. Benannt durch seine prägnante Farbe nicken wir bei Roadtrips immer gemeinsam zu den Beats. Svetlana, liebevoll Sveti genannt ist mein Besen. Diesen habe ich an einem See in Schweden gefunden. Seither hält sie Armadillo sauber.


So, wer mich jetzt offiziell als verrückt erklären möchte, darf das mit gutem Gewissen tun. Normal wäre auch langweilig.


Habt ihr noch Fragen? Ich freue mich, wenn ihr mir sie stellt..







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